KIM-Prozess

Das Kirchliche Immobilien-Mangement beschäftigt sich mit der Verwaltung und wirtschaftlich sinnvollen Nutzung von Gebäuden, die sich im Besitz des Bistums oder einzelner Pfarren befinden und pastoral genutzt werden.

Für die Instandhaltung von Kirchen, Pfarrheimen und- häusern sind jährlich statistisch je Kubikmeter umbauten Raumes (Kubatur) 3,15€ anzusetzen (Mitteilung des KIM-Ausschusses und des Pfarrbüros). Dieser Betrag geht auf Berechnungen der Josefsgesellschaft zurück und basiert auf der Vermessung und Bewertung einer dreistelligen Zahl kirchlich genutzter Gebäude. Auch wenn solche Ausgaben in einzelnen Jahren nicht erforderlich werden, muss dennoch in gleicher Höhe eine Rücklage für die Zukunft gebildet werden.

Insgesamt beläuft sich der entsprechende Jahresbedarf unserer Pfarre St.Gregor von Burtscheid auf 253.182,88 € (Sonderpfarrbrief vom November 2014). Hiervon entfallen auf die Kirche Herz Jesu, deren 

Rauminhalt gut 17.000m³ misst, größenordnungsmäßig 55.000€ (Mitteilung des KIM-Ausschusses und des Pfarrbüros).

Bisher gab das Bistum Aachen für Renovierungen oder Reparaturen abhängig vom Umfang der Einzelmaßnahmen Zuschüsse von 60% bzw. 70%.

Ein Drittel der Kosten soll eingespart werden, wobei hierzu einzelne Gebäude konkret zu benennen waren, für die ab 2015 keine Zuschüsse mehr gezahlt werden. Eines davon ist die Kirche Herz Jesu, wofür es laut Arbeitsergebnis des KIM-Ausschusses drei Gründe gibt:

  • Erstens ist Herz Jesu, unser Frankenberger Dom, von den Gotteshäusern der Pfarre das größte. Seine Benennung ermöglicht, weniger andere Gebäude aus der Förderung zu nehmen.
  • Zudem befindet er sich in baulich gutem Zustand, größere Maßnahmen sind in naher und mittlerer Zukunft eher nicht zu erwarten, was das Auftreten von Schäden aber nicht ausschließt. Die bereits geplante umfassende Sanierung der Apsis wird vom Bistum noch nach den alten Regeln bezuschusst.
  • Zuletzt, ließ der KIM-Ausschuss wissen, ist Herz Jesu als einzige Kirche für einen Investor zur (teilweisen) gewerblichen Übernahme interessant.

Inwieweit dessen bisher bekannte Idee, große Teile des Kirchengebäudes in Wohnungen umzubauen und gleichzeitig weitere Wohngebäude auf dem Pfarrplatz zu errichten, tatsächlich umsetzbar ist, muss sich noch ergeben. Entschieden ist hier noch nichts. Kommt es gar nicht zu Bebauung des Kirchplatzes und der Umgestaltung unseres Frankenberger Domes, entfällt dessen finanzielle Absicherung durch den Investor und muss von der Pfarre gewährleistet werden. Hierfür gilt es, kreative Ideen und Konzepte zu entwickeln.

 

Dr. Thomas Greven 

Martin Speicher